Arztpraxen sollen digitaler sein

veröffentlicht von von Dajinder Pabla Klartexte

73 % der Praxen wissen aber nicht wie und warum

"Das kann doch wohl nicht wahr sein! Es gibt Roboter, die dazulernen, Autos, die alleine fahren und Drohnen, die Pakete ausliefern. Dass das geht ist großartig, für die meisten aber keine Überraschung mehr. Im Jahr 2018 gehören solche technischen Möglichkeiten einfach dazu. 

Warum schafft es die Gesundheitsbranche nicht? Ich bin Schwindel-Patient. Ich habe insgesamt acht Ärzten meine Kranken-Geschichte erzählt - immer das Gleiche. Das hat jedes Mal mindestens 20 Minuten gedauert. Natürlich war es schön, dass sich auch der achte Arzt so viel Zeit genommen hat. Allerdings stand er ziemlich unter Druck. Besonders, als nach zehn Minuten eine Helferin kurz die Tür öffnete und wortlos wieder verschwand. Danach redete der Arzt viel schneller. Und aufgeschrieben hat er kaum noch etwas. Mit der digitalen Gesundheitsakte hätte ich die Story nur einmal erzählen müssen und sieben Ärzte und ich viel Zeit gespart. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. 

Der Verwaltungsaufwand des Arztes könnte viel geringer sein. Bei meinem letzten Praxisbesuch war ich der letzte Patient. Ich habe sogar gemeinsam mit dem Arzt die Praxis verlassen. Neben seiner Tasche hatte er zwei dicke Ordner in der Hand. Als der eine herunterfiel, fragte ich ihn, was das denn alles sei. Er sagte, dass das die ganzen Unterlagen für den Steuerberater wären, die er jetzt noch schnell dorthin bringen müsse.

Kein Wunder, warum der so gestresst aussah, dachte ich. Immerhin war es schon nach 18.00 Uhr. - Also mein Orthopäde hat im letzten Jahr auf digitale Buchhaltung umgestellt. 

Apropos mein Orthopäde: Seine Helferinnen sind jetzt viel freundlicher. Berge von Papier bestimmten lange das Chaos in der Praxis. Gemeinsam mit dem ständigen Klingeln des Telefons natürlich. Nachdem das Papier von der Anmeldung verschwand, nervte nur noch das Telefon. Einmal habe ich mitgezählt, was aus dem offenen Wartezimmer heraus leicht möglich ist. 16 Anrufe in sieben Minuten! Und nebenbei die Patienten, die in die Praxis kommen und aufgenommen werden müssen. Ein Verkehr dort, wie beim Autobahnkreuz Köln-West. Da kann man nur irre werden!

Seit acht Monaten hat die Praxis Online-Terminvergabe. Erfahren habe ich davon aber erst vor sechs Wochen, als eine Helferin es einer Patientin erzählte. Anschließend sagte ich der Helferin, dass die Idee mit der Terminvergabe ja gut sei, sie es doch aber den Patienten auch mitteilen müssen. Am selben Abend postete es die Praxis auf ihrer Facebook-Seite. Und beim nächsten Termin stand auf dem Wartezimmer-Bildschirm, dass es ab sofort auch Online-Terminvergabe gibt. - Ich buche meine Termine nur noch online. So hört zumindest nicht das gesamte Wartezimmer mit. Aber auch viele andere Patienten nutzen das. Jedenfalls klingelt das Telefon viel weniger und die Mitarbeiterinnen sind freundlicher und sichtlich entspannter."  

Andreas Steffen (41-Jähriger Patient aus Dortmund)

 

Quelle: Statista Onlinebefragung für die Deutsche Apotheker- und Ärztebank; n=1.000 (Patienten ab 18 Jahren in Deutschland, online-repräsentativ); 2018.

Quelle: Statista Onlinebefragung für die Deutsche Apotheker- und Ärztebank; n=1.000 (Patienten ab 18 Jahren in Deutschland, online-repräsentativ); 2018.

 

Zwischen Politik und Patient - viele Praxen sind ratlos

Seit Jahren diskutieren Politiker über Digitalisierungen in der Gesundheitsbranche. Die Erfolge sind ernüchternd bzw. nicht vorhanden. Die Patienten fordern ständig nach digitalen Alternativen und Kommunikationswegen, bekommen diese aber nicht angeboten. - Und dazwischen stehen die meisten Praxen. Auf der einen Seite wollen sie gerne moderner werden und auf die Patientenbedürfnisse eingehen, auf der anderen Seite sind sie unsicher und wissen nicht, was sie unternehmen können und dürfen.

Das IFABS-Institut hat das Thema untersucht und herausgefunden, dass sich die meisten Praxen selbst im Weg stehen und damit dem Praxiserfolg schaden. Digitalisierung sei demnach ein Management-Thema, welches viele Praxisinhaber vor sich herschieben.

"Digitalisierung ist kein Hexenwerk und auch nicht teuer. Wir unterstützen Praxen auf dem Weg dorthin. Für weniger Chef-Stress, zufriedenere Mitarbeiterinnen und glücklichere Patienten." 

André Bernert
Geschäftsführer Medical Management Partner

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