IGeL - Ärzte trauen sich nicht

veröffentlicht von von Dajinder Pabla Klartexte

Patienten sind die Leidtragenden, denn sie wollen die beste Medizin, erhalten meistens aber nur eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Behandlung. 

Der Arzt meinte es nur gut
Sie ist 41 Jahre alt, Mutter zweier Kinder und mit der ganzen Familie seit 14 Jahren in der gleichen Praxis. Sie heißt Beate und ist sogar schon als Teenager beim gleichen Arzt gewesen. Das Vertrauensverhältnis zum Doktor und zum Praxispersonal ist so gut, dass auch die langen Wartezeiten nicht dazu führen, dass sie sich eine andere Praxis sucht. Insgesamt passt es einfach, bis jetzt. 

Als sie das hörte, wurde sie wütend
Es war Zufall, dass Beate ihre Bekannte Claudia vor der Praxis traf. Claudia ist 39 Jahre alt und eine angesehene Anwältin in der kleinen Stadt. Zudem ist sie mit einem erfolgreichen Immobilien-Makler liiert, der vor allem Luxus-Immobilien an Schleswig-Holsteins Westküste verkauft. Beide leben in einem großen Haus unweit von Beate und ihrer Familie. Als sie so plauderten, kamen sie schnell auf die Praxis zu sprechen. Freudig erzählte die Anwältin vom Gesundheitscheck, den sie gerade hat machen lassen. Beate, die aufmerksam zuhörte, runzelte die Stirn. Nach wenigen Minuten beendete sie das Gespräch, sie verabschiedete sich von Claudia und betrat die Praxis. 

Kein Arztbesuch wie jeder andere
Am Empfangstresen war noch alles wie immer. Und auch die Wartezeit war gewöhnlich und dauerte rund 40 Minuten. - Heute ist Beate wegen ihrer Migräne beim Arzt. Ihren Gesundheitscheck hatte sie bereits vor zweieinhalb Monaten erledigt, denn ihre und die Gesundheit ihrer Familie sind ihr enorm wichtig. Im Behandlungszimmer wurde sie von ihrem Hausarzt freundlich begrüßt. Doch als er sich nach den Beschwerden hinsichtlich der Migräne erkundigte, stoppte Beate ihn.

Was der Arzt dann sagte, brachte sie aus der Fassung 
"Ich habe zunächst eine Frage." "Und zwar?" "Beim letzten Mal haben Sie bei mir den Gesundheitscheck gemacht". "Ja richtig, Ihre Werte waren sensationell." "Wie können Sie das so sagen, wenn Sie gar nicht alles untersucht haben?" "Wie kommen Sie denn darauf?", fragte der Arzt. "Eine Bekannte hat mir vorhin erzählt, dass sie bei Ihnen auch den Gesundheitscheck gemacht hat. Bei ihr haben Sie aber viel mehr untersucht." Was meinen Sie mit mehr?" "Bei ihr haben Sie zusätzlich ein EKG und einen Lungenfunktionstest gemacht, obwohl sie volkommen gesund ist." "Ich verstehe, was Sie meinen. Diese Untersuchungen werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Ihre Bekannte hat diese selbst bezahlt." "Und Sie meinen, dass ich mir das nicht leisten kann?!" "Sie sind eine alleinerziehende Mutter und ich dachte ...." "Und Sie dachten ich könne es nicht bezahlen. Ich sage Ihnen was: meine Gesundheit und die meiner Kinder sind mir sehr wichtig. Und ob und wie viel Geld ich für sie ausgebe, ist ganz allein meine Entscheidung!" 
Die Namen der Personen wurden geändert.
 

87 % aller Ärzte machen diesen Fehler
Er ist menschlich und nahezu jedem passiert es - fast täglich. Wir sehen eine Person und stecken sie in eine Schublade.

  • Studenten haben kein Geld,
  • Ausländer verstehen das sowieso nicht und
  • perfekt angezogene Managertypen zahlen ohnehin alles.


Konsequenzen für Arzt- und Zahnarztpraxen

Das wahre Beispiel aus der Geschichte macht deutlich, welche Konsequenzen das für Arzt- und Zahnarztpraxen hat. Patientin Beate ist wütend, weil sie von ihrem Arzt bevormundet wird. Sie ist gesundheitsbewusst und hätte die Zusatzuntersuchungen gerne in Anspruch genommen. Natürlich hätte sie auch für diese bezahlt. Der Arzt, der der Patientin nur die Kosten ersparen wollte, hat nicht nur eine sehr unzufriedene Patientin gewonnen, sondern auch Umsatz verloren. - Das passiert in 93 % aller Praxen mehrmals täglich. 

Wissenschaftliche Studie zeigt negativen Trend

Bestätigt wird das durch die neuste Studie des wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Demnach boten die Praxen 2018 weniger IGeL an, als noch 2012 und 2015. Wie das Institut feststellte, geht die Initiative in 74 % der Fälle vom Arzt aus. Die Begründung liegt auf der Hand. Die meisten Patienten wissen gar nicht, welche Möglichkeiten (inkl. IGeL) sie haben und verlassen sich einfach auf die Empfehlungen des Arztes bzw. der Mitarbeiter. Werden IGeL empfohlen, nehmen laut AOK 72 % der Patienten diese auch in Anspruch.

Die Lösung bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile
Der Patient allein entscheidet, welche Leistung er in Anspruch nimmt. Ihre Aufgabe als Praxis ist, ihm alle relevanten Informationen so zur Verfügung zu stellen, damit er für sich beurteilen kann, für welche Variante er sich entscheiden soll. Transparenz lautet das Stichwort. Ihre Patienten werden zufriedener sein und auch die Wirtschaftlichkeit Ihrer Praxis verbessert sich enorm. 

"Meine Mitarbeiterinnen hatten nie etwas mit IGeL zu tun. Sie waren viel zu unsicher. Ich selbst habe es in der Hektik meistens vergessen. Mit MMP haben wir eine Systematik aufgebaut, die meine Mitarbeiter bestärkt und mich entlastet hat."
Allgemeinarzt aus Schleswig-Holstein

Praxen, die mit MMP zusammenarbeiten, setzen folgende fünf Erfolgsfaktoren um:
  1. Sie haben Instrumente, um verschiedene IGeL entsprechenden Patienten gezielt anzubieten.
  2. Ihre Mitarbeiter besitzen das Know-how, um Fragen zu den Leistungen beantworten zu können.
  3. Ihre Patienten werden durch Ihre Mitarbeiterinnen beraten, wodurch Sie wertvolle Zeit sparen.
  4. Sie werden den hohen medizinischen Ansprüchen Ihrer Patienten gerecht.
  5. Sie verbessern das Image Ihrer Praxis enorm.

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