Polizei statt Praxis

veröffentlicht von von Dajinder Pabla Klartexte

Beruflich hat sie das gefunden, was sie sich immer gewünscht hat. Ein Job, in welchem sie mit Menschen arbeitet. Eine wirklich coole Kollegin, die ihr auch an stressigen Tagen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Eigene Verantwortungsbereiche, in denen sie sich verwirklichen kann. - Und finanziell passt es auch. Praxis war alles für Kristin. Früh zeichnete sich ab, dass sie später in einer arbeiten wird. Neben der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten hat sie binnen kürzester Zeit drei weitere Fortbildungen absolviert. Sie wurde zertifizierte Praxismanagerin, Abrechnungsexpertin und Ernährungsberaterin. Mit Letzterem verdient sie sich sogar einen beachtlichen Bonus. Ihr Engagement und ihre Leistungen werden nur durch ihren eigenen Anspruch übertrumpft. „Wenn ich Durchschnitt haben wollte, wäre ich Mathelehrer geworden“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. – Doch das war einmal. Kristin hat die Praxis verlassen und sogar der gesamten Branche den Rücken gekehrt. Zwei Gründe waren hierfür ausschlaggebend.

Mittlerweile ist Kristin schon seit zehn Jahren nicht mehr in der Praxis tätig. Sie wurde Polizistin und ist nach wie vor glücklich damit. Heute hat sich herausgestellt, was dazu geführt hat. Ihr ehemaliger Chef, ein Arzt für Allgemeinmedizin, hat seine Praxisabgabe gefeiert und alle ehemaligen Mitarbeiter eingeladen. So auch Kristin und ihre Kollegin. Als alle anderen bereits fort sind, sitzen nur noch die Drei auf dem Balkon und trinken ein Glas Wein. „Wissen Sie?“, beginnt der Arzt. „Wenn ich so zurückblicke, dann waren Sie beide wirklich meine besten Mitarbeiterinnen.“ Für einen Augenblick herrscht Ruhe. Kristin schluckt. „Hätten Sie das in all den Jahren nicht einmal so sagen können?“ fragt sie in seine Richtung. „Sie haben uns nie gelobt, alles für selbstverständlich genommen und sofort kritisiert, wenn etwas nicht optimal gelaufen ist. Das war einer der Gründe, warum ich die Praxis verlassen habe“, sagt sie aufgebracht. „Und der zweite Grund ist, dass Sie es nicht geschafft haben, dass wir auch nur einmal pro Woche pünktlich Feierabend machen konnten. Es mussten immer mehr Patienten kommen, obwohl Sie wussten, dass es sich finanziell überhaupt nicht gelohnt hat.“ Kristin atmet durch. „So, das musste ich einfach mal loswerden.“ Ihre ehemalige Kollegin nickt ihr zustimmend zu und auch der Arzt nickt mehrfach. Er atmet durch und sagt: „Das habe ich so nie verstanden, es tut mir leid, für Sie und für mich.“


Die 3 Regeln zur Mitarbeiterbindung

1. Mitarbeiter-Unzufriedenheit passiert nicht von heute auf morgen. Meistens ist es ein Prozess, der über mehrere Monate verläuft. Bleiben unzufriedene Mitarbeiter in der Praxis, sinken Motivation und Leistung. Verlässt eine Mitarbeiterin die Praxis, löst sie oftmals Regel zwei aus.

2. Eine Mitarbeiterkündigung sorgt in vielen Fällen für eine Kettenreaktion. Denn ist der Anfang einmal gemacht, trauen sich häufig auch weitere Mitarbeiter diesen Schritt zu. Wichtig ist an dieser Stelle die Ursache analysieren zu lassen und Regel drei einzuführen.

3. Die günstige Prävention (Mitarbeiterbindung) ist in Personalfragen die deutlich bessere Lösung als die kostspielige Therapie (Mitarbeitergewinnung). Agieren statt Reagieren lautet die Devise. Schaffen Sie, gerne mit uns, die richtigen Strukturen für kontinuierlich zufriedene Mitarbeiter in Ihrer Praxis.

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